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PNG in Vektorgrafik Umwandeln

Eine PNG-Datei ist eine pixelbasierte Grafik. Pixeldateien sind auflösungsabhängig und verlieren beim Skalieren an Qualität. Insbesondere beim Vergrößern entstehen unscharfe Kanten und sichtbare Artefakte.

Für Anwendungen wie Textildruck, Merchandise, Werbetechnik und professionelle Druckverfahren wird daher eine Vektordatei benötigt. Vektorgrafiken bestehen aus mathematisch definierten Pfaden und sind verlustfrei skalierbar.

Die Umwandlung einer PNG-Datei in eine Vektorgrafik erfolgt über einen Vektorisierungsprozess. Hierbei werden Pixelinformationen in Pfade und Bézier-Kurven überführt oder manuell nachgebaut.

Wenn keine geeignete Software oder Fachkenntnis vorhanden ist, kann die Vektorisierung auch über einen spezialisierten Service erfolgen.

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Pixeldatei umwandeln vektordatei

PNG in Vektorgrafik Umwandeln Illustrator

Die zuverlässigste Methode, eine PNG- oder JPG-Datei in eine Vektorgrafik zu überführen, ist
Adobe Illustrator. Illustrator arbeitet nativ mit Pfaden und Bézier-Kurven und ist daher Standard in Druck-, Sign- und Produktionsumgebungen.

Wichtig zu verstehen: Die Umwandlung einer Pixelgrafik ist kein einfacher Dateiexport. Image Trace interpretiert Pixelinformationen algorithmisch und erzeugt daraus Vektorpfade. Die Qualität hängt vollständig von der Bildvorlage und den Einstellungen ab.


Methode: Automatische Vektorisierung mit Image Trace

Die Funktion Image Trace analysiert Kontraste und Farbbereiche einer Rastergrafik und generiert daraus Vektorformen. Diese Methode ist schnell, aber technisch nicht fehlerfrei.

Adobe Illustrator Image Trace


Schritt-für-Schritt-Workflow in Illustrator

1. Bild importieren

  • Illustrator öffnen

  • File → Open oder File → Place wählen

  • PNG- oder JPG-Datei laden

Für saubere Ergebnisse sollte die Vorlage ausreichend scharf und kontrastreich sein.


2. Image Trace aktivieren

  • Bild auswählen

  • Window → Image Trace öffnen

Hier wird das Vektorisierungs-Panel angezeigt.


3. Geeignete Presets wählen

Die Wahl des Presets beeinflusst direkt die Pfadstruktur:

  • Black and White Logo → für einfache Logos, hohe Kontraste

  • 3 Colors / 6 Colors → für flächige Farbsegmente

  • High Fidelity Photo → erzeugt extrem viele Pfade, selten geeignet für Logos

Professionelle Workflows vermeiden überkomplexe Presets.


4. Kritische Parameter optimieren

Erfahrene Anwender passen typischerweise folgende Einstellungen an:

  • Paths
    Niedriger = weniger Ankerpunkte, stabilere Kurven
    Höher = mehr Detail, oft unruhige Pfade

  • Corners
    Höher = schärfere Kanten
    Niedriger = weichere Übergänge

  • Noise
    Filtert kleine Pixelartefakte und verhindert Mikropfade

Unoptimierte Einstellungen führen häufig zu tausenden unnötigen Ankerpunkten.


5. Expand – echte Vektorpfade erzeugen

Nach der Berechnung:

Object → Image Trace → Expand

Erst danach entstehen editierbare Vektorobjekte. Ohne Expand bleibt Image Trace ein Live-Effekt.


6. Pfadstruktur technisch prüfen

Schalten Sie auf:

View → Outline

Kontrollieren Sie:

✓ doppelte Pfade
✓ offene Konturen
✓ übermäßige Ankerpunkte
✓ unerwünschte Fragmente

Outline-Kontrolle ist Standard im professionellen Produktionsworkflow.


7. Vektordatei exportieren

File → Save As

Übliche Produktionsformate:

  • EPS → Druck / Werbetechnik

  • PDF → universelle Kompatibilität

  • SVG → digitale Anwendungen


Warum Image Trace selten perfekte Ergebnisse liefert

Image Trace ist ein Algorithmus, keine intelligente Rekonstruktion. Typische Probleme:

✗ übermäßige Ankerpunkte
✗ unruhige Bézier-Kurven
✗ minimale Formabweichungen
✗ instabile Schneide- oder Druckpfade

In Druck- und Sign-Workflows werden automatisch erzeugte Vektoren daher fast immer nachbearbeitet oder vollständig neu aufgebaut.


Alternative: Manuelle Vektorisierung (Qualitätsstandard)

Für ein technisch sauberes und reproduzierbares Ergebnis wird das Logo mit der Pen Tool manuell konstruiert. Vorteile:

✓ minimale Pfadstruktur
✓ exakte Kurvenkontrolle
✓ maximale Produktionssicherheit
✓ perfekte Skalierbarkeit

Diese Methode ist zeitaufwendig, aber industrieller Qualitätsstandard.


Vorteile und Einschränkungen von Illustrator-Vektorisierung

Vorteile

✓ hohe Kontrolle über Pfade und Kurven
✓ direkte Bearbeitbarkeit der Vektoren
✓ kompatibel mit Druck- und Schneidesystemen
✓ geeignet für professionelle Produktion

Einschränkungen

✗ steile Lernkurve für Einsteiger
✗ monatliches Abonnement erforderlich
✗ automatische Vektorisierung oft unpräzise

 Sie können auch png in vektorgrafik umwandeln Photoshop.

 

PNG in Vektorgrafik umwandeln mit Photoshop (eingeschränkt geeignet)

Adobe Photoshop ist primär eine Rastergrafik-Software und wurde nicht für klassische Vektorisierung entwickelt. Dennoch unterstützt Photoshop Vektorelemente wie Formebenen, Pfade und Vektormasken. Dies führt häufig zu der Annahme, dass eine automatische Umwandlung von PNG oder JPG in eine echte Vektorgrafik möglich sei.

Technisch betrachtet kann Photoshop jedoch keine Pixelgrafiken algorithmisch in saubere, produktionsgeeignete Vektorpfade überführen. Stattdessen erfolgt eine Vektorerstellung ausschließlich durch manuelle Rekonstruktion.

PNG in vektorgrafik umwandeln Photoshop


Was Photoshop technisch leisten kann

Photoshop ermöglicht:

✓ Erstellen von Vektorpfaden mit dem Pen Tool
✓ Arbeiten mit Shape Layers (Formebenen)
✓ Exportieren in EPS-Containerformate
✓ Anwenden von Vektormasken

Photoshop ermöglicht nicht:

✗ automatische Vektorisierung von Pixelbildern
✗ Optimierung komplexer Pfadstrukturen
✗ präzise Kontrolle wie in Illustrator
✗ zuverlässige Produktionsvektoren

Ein gespeichertes EPS aus Photoshop ist daher nicht automatisch eine echte Vektordatei.


Tutorial: Manuelle Vektorerstellung in Photoshop

Wenn Photoshop verwendet wird, handelt es sich nicht um eine Konvertierung, sondern um ein vollständiges Nachzeichnen des Logos.


Schritt 1: Bildvorlage vorbereiten

  1. PNG- oder JPG-Datei öffnen

  2. Hintergrund entfernen oder Kontraste optimieren

  3. Originalebene sperren (Referenzebene)

Eine saubere Vorlage erleichtert die Pfadkonstruktion erheblich.


Schritt 2: Pen Tool korrekt verwenden

  1. Pen Tool (P) auswählen

  2. Oben im Menü Shape einstellen (nicht Path)

Warum dies entscheidend ist:

Nur Shape Layers enthalten echte Vektordaten. Reine Pfade sind nicht gleichwertig mit Vektorobjekten.


Schritt 3: Formen präzise rekonstruieren

  1. Zoom auf 400–800 % erhöhen

  2. Konturen manuell nachzeichnen

  3. Ankerpunkte minimieren

  4. Kurvenhandles bewusst setzen

  5. Formen vollständig schließen

Übermäßige Ankerpunkte führen zu unruhigen Kurven und unpräzisen Ergebnissen.


Schritt 4: Pfade visuell prüfen

  1. Direct Selection Tool (A) verwenden

  2. Kurvenverläufe kontrollieren

  3. Unnötige Punkte entfernen

Photoshop bietet keine echte Outline-Ansicht wie Illustrator, was die technische Kontrolle einschränkt.


Schritt 5: Export als EPS

  1. File → Save As → Photoshop EPS

Wichtige technische Einschränkung:

Photoshop speichert häufig Pixelinformationen innerhalb des EPS-Containers. Die Datei bleibt somit auflösungsabhängig.


Praktische Probleme im Produktionsworkflow

In Druck- und Werbetechnik-Umgebungen verursachen Photoshop-basierte Vektoren häufig:

✗ unpräzise Kurven
✗ unerwartete Transparenzprobleme
✗ eingeschränkte Weiterverarbeitung
✗ RIP-Interpretationsfehler
✗ Ablehnung durch Druckereien

Professionelle Produktionssysteme sind auf Illustrator-Pfade optimiert.


Warum Photoshop für Vektorisierung ungeeignet ist

Photoshop ist ideal für Bildbearbeitung, Retusche und Compositing. Für Vektorgrafiken fehlen jedoch:

  • Pfadoptimierungswerkzeuge

  • präzise Ankerpunktkontrolle

  • saubere Bézier-Bearbeitung

  • Produktionsstabilität

Aus diesem Grund wird Photoshop in professionellen Workflows kaum für die Erstellung druckreifer Vektordateien verwendet.


Wann Photoshop dennoch sinnvoll sein kann

Photoshop kann nur bei sehr einfachen Logos oder internen digitalen Anwendungen eingesetzt werden. Für Druck, Schneideplotter und Werbetechnik ist spezialisierte Vektorsoftware deutlich zuverlässiger.


PNG in Vektorgrafik umwandeln kostenlos mit Inkscape

Eine PNG-Datei kann auch ohne Adobe-Software in eine Vektorgrafik überführt werden. Eine der bekanntesten kostenlosen Lösungen ist
Inkscape.

Wichtig: Kostenlose Vektorisierung ist technisch möglich, jedoch stark abhängig von der Bildvorlage. Automatische Verfahren erzeugen häufig komplexe oder unpräzise Pfadstrukturen, die für professionelle Produktion nachbearbeitet werden müssen.

Ein verbreitetes Missverständnis betrifft Programme wie GIMP.
GIMP ist eine Rastergrafik-Software und kann keine echten Vektordateien erzeugen.


Tutorial: PNG in Vektorgrafik umwandeln in Inkscape (Trace Bitmap)

Die folgende Methode beschreibt die typische automatische Vektorisierung einer Pixelgrafik.

Vektordatei erstellen Inkscape


Schritt 1: Bild korrekt importieren

  1. Inkscape öffnen

  2. Datei → Öffnen wählen

  3. PNG- oder JPG-Datei laden

Die Grafik wird zunächst als eingebettete Pixeldatei importiert.


Schritt 2: Trace Bitmap aufrufen

  1. Bild auswählen

  2. Pfad → Bitmap nachzeichnen (Trace Bitmap) öffnen

Damit wird das Vektorisierungsmodul gestartet.


Schritt 3: Geeignete Vektorisierungsstrategie wählen

Für Logos mit mehreren Farben wird typischerweise verwendet:

Multiple Scans → Colors

Warum diese Einstellung relevant ist:

  • erzeugt getrennte Vektorflächen pro Farbsegment

  • erhält flächige Farbstrukturen

  • reduziert harte Kontrastartefakte

Die Anzahl der Scans bestimmt, wie viele Farbebenen erzeugt werden. Zu viele Scans führen zu unnötig komplexen Pfaden.


Schritt 4: Vektoren generieren

  1. Auf OK klicken

Inkscape platziert die erzeugten Vektorpfade exakt über der Originalgrafik.


Schritt 5: Ursprüngliche Pixelgrafik entfernen (kritisch)

  1. Vektorobjekt leicht verschieben

  2. Unterliegende Bitmap auswählen

  3. Löschen

Ohne diesen Schritt verbleibt die Pixeldatei im Dokument, was Exportprobleme verursacht.


Schritt 6: Pfadstruktur prüfen und bereinigen

  1. Knotenwerkzeug (Node Tool) aktivieren

Kontrollieren Sie:

✓ übermäßige Knoten
✓ unruhige Kurven
✓ offene Pfade
✓ unerwünschte Fragmente

Automatische Vektorisierung erzeugt fast immer mehr Knoten als erforderlich.


Schritt 7: Als Vektordatei speichern

  1. Datei → Speichern unter

Gängige Formate:

  • SVG → flexibel, editierbar

  • EPS → Druck- und Werbetechnik

  • PDF → universelle Kompatibilität


Typische Qualitätsprobleme bei kostenloser Vektorisierung

Automatisch erzeugte Vektoren verursachen in Produktionsumgebungen häufig:

✗ übermäßige Pfadkomplexität
✗ unpräzise Bézier-Kurven
✗ unruhige Konturen
✗ Schneide- und RIP-Probleme

Deshalb werden kostenlos erzeugte Vektordateien im professionellen Workflow meist manuell optimiert.


Entscheidungsübersicht: Welche Methode zur Vektorisierung ist sinnvoll?

Die Umwandlung einer PNG- oder JPG-Datei in eine Vektorgrafik kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Die Wahl der Methode beeinflusst direkt die Pfadqualität, Bearbeitbarkeit und Produktionssicherheit.

Die folgende Übersicht zeigt die praktischen Unterschiede.

Methode Kosten Qualitätsniveau Produktionssicherheit Fachkenntnis erforderlich
Adobe Illustrator (Image Trace) Abonnement Mittel bis hoch (vorlagenabhängig) ⚠️ Nachbearbeitung oft notwendig Hoch
Adobe Photoshop (manuelle Pfade) Abonnement Eingeschränkt ✗ Für Produktionsvektoren ungeeignet Sehr hoch
Inkscape (Trace Bitmap) Kostenlos Mittel (stark vorlagenabhängig) ⚠️ Pfadbereinigung meist erforderlich Mittel
Professionelle Vektorisierung über Vektorgrafikshop.de Einmalig Sehr hoch ✓ Für Druck & Werbetechnik optimiert Keine


Praktische Einordnung der Methoden

Illustrator / Image Trace
Schnell und verbreitet, jedoch häufig übermäßige Ankerpunkte und unruhige Kurven. Für saubere Produktionsdaten wird meist eine manuelle Optimierung durchgeführt.

Photoshop
Erlaubt das Erstellen von Pfaden, ist jedoch kein Vektorisierungswerkzeug. Exportierte Dateien enthalten oft weiterhin Rasterinformationen und verursachen Probleme im Druck- oder Schneideworkflow.

Inkscape
Leistungsfähige kostenlose Lösung, jedoch ähnlich wie Image Trace stark vorlagenabhängig. Automatisch erzeugte Pfade benötigen oft Bereinigung.

Professionelle Vektorisierung
Die Grafik wird manuell rekonstruiert, Pfade werden technisch optimiert und auf Produktionsanforderungen abgestimmt. Dies minimiert Fehlerquellen und Ablehnungen.


Wann welche Methode typischerweise gewählt wird

  • einfache Logos, interne Nutzung → automatische Verfahren ausreichend

  • Druck, Werbetechnik, Schneideplotter → saubere Pfadstruktur entscheidend

  • exakte Reproduzierbarkeit erforderlich → manuelle Vektorisierung


Wir erheben eine einmalige Gebühr für die Konvertierung Ihrer JPG-Datei in eine Vektordatei. Auf diese Weise müssen Sie keine monatlichen Kosten zahlen. Im nächsten Absatz erklären wir unseren Service.

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